Veröffentlicht 2007-06-15

Training, das Geld spart

Sieben Prozent: So stark kann der Dieselverbrauch im Durchschnitt sinken, wenn Fuelwatch mit dem Fahrertraining kombiniert wird. Deshalb führt Volvo Trucks das Fahrertraining in ganz Europa ein.

A

n Paepen ist Projektleiterin für Fahrerschulungen bei Volvo Trucks in Göteborg. Sie war an der Entwicklung des Schulungsmaterials beteiligt, mit dessen Hilfe Europas Lkw-Fahrer lernen sollen, teuren Sprit zu sparen.

„45 Fahrertrainings aus verschiedenen europäischen Märkten haben bei uns in Göteborg Workshops zum Thema „wirtschaftliches Fahren“ besucht. Zu Hause werden sie Fahrertrainer ausbilden, die wiederum Lkw-Fahrer schulen. Die Nachfrage nach derartigen Schulungen nimmt ständig zu“, erklärt An Paepen. 

Tests zeigen, dass Speditionen durch Fahrertraining fünf bis zehn Prozent der Kraftstoffkosten sparen können. Im Schnitt sinkt der Verbrauch um sieben Prozent.

„Wie man sieht, kann man also viel Geld sparen. Die Kosten für Lohn, Unterhalt, Versicherungen und Fahrzeuge sind schwerer zu senken. Aber den Dieselverbrauch und die dadurch entstehenden Kosten kann man beeinflussen. Unser Ziel ist, den Verbrauch dauerhaft um mindestens vier Prozent zu senken, wodurch jedes Unternehmen große Beträge sparen kann“, erläutert die Spezialistin.

„Auch die Fahrertrainer selbst senkten den Verbrauch durch die Ausbildung um gut sechs Prozent.

Das sind bemerkenswert gute Zahlen, da sie schon vorher beispiellos verbrauchsbewusst fuhren", so An Paepen. 

Ein Spezialprojekt in Deutschland zeigte im vergangenen Frühjahr ähnliche Resultate. Zwölf Fahrer der Börje Jönsson Spedition in Hamburg wurden geschult und zwei von ihnen vier Monate lang begleitet. Die Lkw wurden ebenfalls nach dem Fuelwatch-Konzept optimal angepasst, um den Verbrauch zu senken.

Bei den Fahrern von Börje Jönsson handelte es sich um wahre Könner ihres Fachs, aber der Verbrauch sank auch hier um gut sieben Prozent. Bis heute haben alle Fahrer bei Börje Jönsson eine Schulung durchlaufen.

„Wir weiten das Fahrertraining schrittweise auf ganz Europa aus. Eine regionale Verankerung ist wichtig, da wir kunden- und länderspezifisches Training liefern wollen“, betont die Projektleiterin.

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